Stress bedeutet, dass wir uns mit der Bewältigung einer Situation oder dem Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren überfordert fühlen. Viele Menschen unterschätzen dabei, welchen großen positiven Einfluss sie selbst auf ihr empfundenes Stresslevel nehmen können.

Mein Angebot zur Stressprävention:

  • Erlernen von Entspannungsmethoden in der Gruppe:
    • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
    • körperzentrierte Achtsamkeitsübungen („Body-Scan“)
    • Bewusstheitsübung nach Dipl. Psych. Christian Meyer
    • Aktuelle Termine
  • Einzelbegleitung:
    • Analyse Ihrer persönlichen Stressoren
    • Gemeinsames Erarbeiten veränderter persönlicher Einstellungen zur Verringerung von Stressreaktionen
    • Erlernen von Entspannungstechniken im geschützten Rahmen einer Einzelsitzung
    • Körper- und Atemarbeit: Durch eine Kombination aus tiefem, bewussten Atmen und unterstützender Akupressur können auch chronische Verspannungen gelöst werden
  • Firmenworkshops:
    • Kurze Vorträge über Stress und Stressprävention, gesunde Lebensführung und Entspannung
    • Sechswöchiger Gruppen-Entspannungs-Kurs vor Ort an zwei Tagen pro Woche: Ideal als aktive Mittagspause und zum positiven Abschluss eines Arbeitstages.

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Was ist eigentlich Stress?

Umgangssprachlich nutzen wir den Begriff Stress, wenn wir uns mit der Bewältigung einer Situation oder dem Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren überfordert fühlen. Wissenschaftlich unterscheidet man zwischen Stressauslöser und Stressreaktion. Sind wir mit einem Stressauslöser konfrontiert, dem wir uns nicht gewachsen fühlen, kommt es zu einer automatisch ablaufenden archaischen Stressreaktion: Genau wie zu Zeiten der Säbelzahntigers werden in unserem Körper Botenstoffe ausgeschüttet, die uns auf die Bewältigung einer potenziell gefährlichen Situation vorbereiten sollen.

Die wichtigsten Folgen im Überblick:

  • Der Muskeltonus erhöht sich, um uns den Kampf oder die Flucht zu erleichtern
  • Der Insulinspiegel wird verändert und von der Leber wird schnell verfügbarer Zucker ins Blut ausgeschüttet, um die Muskeln zu versorgen
  • Der Herzschlag wird schneller und der Blutdruck erhöht sich, um die Muskeln und das Gehirn mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen
  • Die Blutgerinnung wird erhöht, um im Falle einer Verletzung nicht zu verbluten
  • Das Immunsystem wird kurzfristig stärker aktiviert, um Keime bei einer eventuellen Verletzung abzuwehren (langfristig anhaltender Stress setzt jedoch die Immunabwehr herab!)
  • Die Verdauung und der Sexualtrieb werden unterbrochen, um keine unnötige Energie zu verbrauchen

Alle diese Reaktionen sind sinnvoll, um in einer körperlich bedrohlichen Situation zu bestehen. Wenn wir tatsächlich körperlich reagieren würden in Form von Kampf oder Flucht, würde im Anschluss eine automatische Entspannungsreaktion einsetzen und den Muskeltonus, Herzschlag und alle anderen Körperreaktionen wieder normalisieren.

In unserer modernen Arbeitswelt sind wir jedoch in der Regel nicht mit Säbelzahntigern sondern eher mit wütenden Chefs, Konflikten unter Kollegen oder einer gefühlten Ohnmacht gegenüber komplexen oder widersprüchlichen Anforderungen konfrontiert. Es fehlt (glücklicherweise?!) die körperliche Abreaktion. Leider kommt es dadurch auch nicht mehr zu einer Entspannungsreaktion und Normalisierung unserer Körperwerte.

Welche Folgen hat anhaltender Stress?

Unsere moderne Lebensweise findet meist im Sitzen statt: Im Büro vor dem Computer, auf dem Weg zur Arbeit im Auto oder der Bahn, abends vor dem Fernseher oder der Playstation. Dadurch fehlt die Möglichkeit zum Abbau der o.g. Stressreaktion. Das kann folgende Beschwerden hervorrufen:

  • Der dauerhaft erhöhte Muskeltonus führt zu Verspannungen und in Folge zu Kopfschmerzen, unklaren Muskel- und Gliederschmerzen und Rückenschmerzen
  • Der anhaltend veränderte Insulinspiegel führt zu Störungen im Hunger- und Sättigungsgefühl, in der Folge häufig zu Übergewicht und langfristig sogar zu Diabetes
  • Es stellt sich dauerhafter Bluthochdruck ein, der die Gesundheit bedroht und medikamentös behandelt werden muss
  • Die erhöhte Blutgerinnung kann zu krankhaften Veränderungen der Blutgefäße führen, was vor allem im Bereich der Herzkranzgefäße zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Herzinfarkt oder Blutgerinnselbildung führen kann
  • Stress und die Ausschüttung der beteiligten Botenstoffe vermindert kurzfristig die Immunabwehr. Dadurch kommt es zu erhöhter Infektanfälligkeit.
  • Langanhaltender Stress kann wiederum zur Überaktivierung des Immunsystems führen. Dies kann u.a. eine Zunahme von Allergien zur Folge haben. Auch wird vermutet, dass dauerhafter Stress ein Mit-Auslöser für den Ausbruch von Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, Morbus Crohn oder entzündlich-rheumatischer Erkrankungen ist. Sicher belegt ist, dass akute Schübe von Autoimmunerkrankungen durch Stress begünstigt werden.
  • Verdauungsstörungen sind nicht nur lästig sondern bergen die Gefahr von Mangelernährung und erhöhtem Darmkrebsrisiko
  • Verminderter Sexualtrieb schränkt die Lebensfreude ein und kann zu Folgeproblemen in der Partnerschaft führen, die neuen Stress verursachen

Was sind die hilfreichsten Gegenmaßnahmen?

  • Bewegung:
    Würden wir uns täglich mindestens 30 Minuten intensiv bewegen wäre das natürliche Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung weitestgehend wieder hergestellt.
  • Ruhe und Entspannung:
    Regelmäßiger ausreichender Schlaf (mindestens 7,5 Stunden pro Nacht) und Zeiten von äußerer Ruhe sowie innerer Stille helfen, unseren modernen Alltag auszubalancieren. Unser Nervensystem kann durch Methoden wie progressive Muskelrelaxation oder Achtsamkeitstraining darauf trainiert werden, binnen weniger Sekunden eine willentliche Entspannungsreaktion einzuleiten.
  • Denk- und Bewertungsmuster:
    Der wichtigste Ansatzpunkt für ein Leben in Balance ist, dass wir unsere innere Bewertung von Stressoren verändern können. Zu einer Stressreaktion kommt es nur dann, wenn unser Gehirn signalisiert, dass wir uns mit einer Situation konfrontiert sehen, die wir nicht ausreichend bewältigen können. Vielleicht kennen Sie das: Während ein Kollege bereits bei der kleinsten Zusatzaufgabe vollkommen gestresst reagiert, bleibt ein anderer völlig cool. Hier spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle: Unsere erlernten Verhaltens- und Denkmuster, individuelle fachliche, soziale und emotionale Kompetenzen sowie die Summe der vorhandenen Vorbelastungen. Daher macht es auch Sinn, sich persönlich begleiten zu lassen, um eine maßgeschneiderte Strategie zur Stressprävention zu erarbeiten.

Mein Angebot zur kompakten Burn-Out-Prävention

Im Rahmen eines Erstgespräches loten wir gemeinsam aus, wo Sie stehen und welche Symptome Sie am meisten belasten. Nach einer ärztlichen Abklärung Ihrer körperlichen Beschwerden erstelle ich Ihnen einen Zeit- und Aktivitätenplan. Dies gibt Ihnen auch Sicherheit über die Kosten der Behandlung.

In akuten Fällen von Überlastung kann eine vorübergehende Krankschreibung durch Ihren Hausarzt ratsam sein. In dieser ersten Phase treffen wir uns mehrmals wöchentlich, um Entspannungsverfahren zu üben und in therapeutischen Gesprächen zu erörtern, wo Ihre Hauptstressoren liegen.

Sie lernen…,

  • wie Sie regelmäßige Entspannung als Routine in ihren Alltag einbauen
  • wie Sie entspannt ein- und durchschlafen können
  • wie Sie den Gesamtpegel an Stress in Ihrem Leben reduzieren
  • wie Sie mit unvermeidbaren Belastungen entspannter umgehen können
  • viele wertvolle Tipps zur Lebensführung, Ernährung, Bewegung

Zusätzlich empfehle ich die Teilnahme an einer Entspannungsgruppe an mindestens einem Abend pro Woche.

Gut zu wissen: Bei Bedarf können Sie im Anschluss an die Akutphase gelegentliche Einzelsitzungen buchen, um in Phasen intensiver Belastung nicht in alte Muster zurück zu fallen.